USV-Lexikon

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Rechtsdrehendes Feld

Eine USV Anlage wird so angeschlossen, dass der Anschluss ein rechtsdrehendes Feld bildet. Das kann mit Hilfe eines Drehfeldmessers ermittelt werden. Wird eine dreiphasige USV Anlage nicht rechtsdrehend angeschlossen, so akzeptiert sie die Eingansspannung nicht und geht auf Batteriebetrieb. Wird die hausinterne Stromversorgung mit einen Ersatzstromerzeuger (Generator) unterstützt, so ist darauf zu achten, dass dieser ebenfalls rechtsdrehend angeschlossen ist. Heutige 5-Leiter Kabel besitzen als Kennzeichnung für Phasen braune, schwarze und graue, für Neutralleiter blaue und für Schutzleiter gelb-grüne Adern.


Redundanz

Konfiguration einer USV-Leistung mit einer oder mehreren parallel geschalteten USV-Einheiten mit gleicher Ausgangsleistung, die gemeinsam eine Last versorgen. Bei Ausfall einer USV-Einheit wird die Lastversorgung unterbrechungsfrei von den anderen USV-Einheiten übernommen.


Redundanzschalter (Redundanz Switch, Statischer Transferschalter, STS)

Diese Einrichtung soll die Verfügbarkeit der Energieversorgung steigern. Sie wird meist hinter einer USV Anlage eingesetzt und schaltet fast unterbrechungsfrei. Ganz unterbrechungsfrei darf dieser Transferschalter nicht schalten, weil zwei unterschiedliche Spannungen zusammengeschaltet werden. Beide müssen mit einer kleinen Schaltpause voneinander getrennt sein. Dieser Redundanzschalter schaltet die Versorgungsenergie von einer Stromquelle auf die andere um. Beispielsweise von einer USV Anlage auf die andere USV Anlage eines anderen Typs bzw. anderen Herstellers oder von einer USV Anlage auf eine andere Netzversorgung. Im EDV-Bereich werden hiermit ein drittes bzw. viertes Netzgerät in einem Rechner aus zwei USV Anlagen versorgt. Rechner mit hohem Verfügbarkeitsanspruch haben 3 bzw 4 Netzteile. Davon müssen jeweils zwei bzw. drei Netzteile ständig laufen, um den Rechner zu versorgen. Im Sinne einer ökonomischen Lösung ist der Einsatz eines Redundanzswitch im Vergleich zu mehreren USV Anlagen für die jeweiligen Netzgeräte optimal.


Relative Kurzschlussspannung (Ukx%)

Relativer Wert zur Bestimmung der Kurzschlussimpedanz eines Transformators. Er wird oft verkürzt als Kurzschlussspannung bezeichnet und im Kurzschlussversuch ermittelt, wobei primärseitig eine Spannung angelegt wird, die in der kurzgeschlossenen Sekundärwicklung einen Nennstrom Inenn zur Folge hat. Auf die Primärnennspannung bezogen, erhält man den Wert für die relative Kurzschlussspannung (in %), der für gängige Drehstromtransformatoren zwischen 3 und 6 % beträgt. Siehe auch Relative Kurzschlussspannung (Ukx %) eines Transformators.


Remote OFF, Remote Ausschalten

Fernschaltungsmöglichkeit, die es ermöglicht eine USV Anlage mittels potentialfreiem Kontakt AUS-zuschalten. Diese AUS-Schaltmöglichkeit wurde speziell für den Maschinen-, Anlagen- und Steuerungsbau entwickelt. Sie wird überwiegend über die USV-Managementsoftware durchgeführt. Ein Beispiel hiefür ist die kurze Unterbrechung der Energieversorgung, um weit entfernte Rechner neu zu starten. Man spart damit einen Serviceeinsatz. Da die Netzversorgung vorhanden ist, startet die USV Anlage nach der eingestellten Unterbrechungszeit von selbst.


Remote ON, Remote Einschalten

Fernschaltungsmöglichkeit, die es ermöglicht eine USV Anlage mittels potentialfreiem Kontakt EIN-zuschalten. Speziell für den Maschinen-, Anlage- und Steuerungsbau entwickelte USV Anlage, um diese bequem in die Automation einzubinden.


RoH Verordnung

Verordnung zur Reduzierung von giftigem Blei in der Elektronik. In einer USV befinden sich Blei-Batterien. Dies lässt sich nicht vermeiden. Per Überwachung der Batterien können die Austauschintervalle jedoch verschoben werden. Damit fällt insgesamt weniger Bleiabfall an.


RS232C (Recommended Standard 232C)

Industrienorm zur Definition der digitalen Datenkommunikation zwischen mehreren Systemen. Hauptmerkmale dieses Standards sind: synchrone und asynchrone Übertragung, Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über Zweidraht-, Vierdrahtleitungen u.ä., Übertragung über Telefonleitungen und lokale Kurzverbindungen. Die Datenübertragung nach RS232C ist mit fast allen gängigen EDV-Systemen möglich. Jede USV Anlage hat einen RS232 Ausgang oder eine Einschubkarte mit RS232 Kommunikationsschnittstelle. Meist werden diese als Optokoppler ausgeführt. Werden Relaiskontakte gewünscht, kann diese Leistung mittels Kleinrelais verstärkt werden (besser eine Relaiskarte einsetzen). Anstelle RS232 nimmt die USV Kommunikation zu.


RS422A (Recommended Standard 422A)

In normalen Betriebsumgebungen sind Übertragungen nach dem RS232C-Standard ausreichend. Für Umgebungen mit hoher elektromagnetischer Strahlung und Datenkommunikation über große Distanzen definiert die Norm RS422A eine leistungsfähigere Übertragung mit Spannungsausgleich. Außerdem ermöglicht diese Übertragung auch Mehrpunktverbindungen mit bis zu 10 Teilnehmern (1 Sender, max. 10 Empfänger).


RS485 (Recommended Standard 485)

Diese Norm ist nahezu identisch mit RS422A, ermöglicht jedoch mehr Verbindungen, so daß bis zu 32 Sender mit ebenso vielen Empfängern kommunizieren können. Dieser Übertragungsstandard wurde speziell für lokale Netzwerke konzipiert.


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