USV-Lexikon

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Statisches Transfersystem (STS, Redundant-Schalter)

Das Statische Transfersystem oder STS ist ein elektronischer Netzumschalter, der einen automatisch oder von Hand gesteuerten, unterbrechungsfreien dreiphasigen Lasttransfer von einer Normaleinspeisung (Netz 1) auf eine Ersatzeinspeisung (Netz 2) bzw. umgekehrt erlaubt. Diese Transferschalter werden bei Anforderungen an die erhöhte Verfügbarkeit der angeschlossenen Anlagen eingesetzt. Meist sind die Spannungsquellen untereinander nicht identisch wie bei einer parallelen USV-Anlage. Bei Ausfall der aktiven Einspeisung erfolgt der Lasttransfer automatisch. Das STS eignet sich für alle Arten von Spannungsquellen und erlaubt einen vollkommen symmetrischen Betrieb, d.h. die Rangfolge der beiden Einspeisungen kann frei gewählt und jederzeit geändert werden. Diese Redundantschalter gibt es auch für kleine Lasten bis 16 Ampére (das entspricht einem 3 kVA USV-Gerät). Die Entwicklungen laufen auch für größere Leistungen im einphasigen Bereich weiter.


Strom-Oberschwingung (Oberschwingungsstrom)

Jeder Wechselstrom, der nicht exakt sinusförmig verläuft, besteht aus einer Grundschwingung (bei uns 50 Hertz) und einer bestimmten Anzahl von Strom-Oberschwingungen, die eine Verzerrung des sinusförmigen Verlaufs bewirken.


Stromscheitelfaktor

Siehe auch Crestfaktor.


Stromschleife (20 mA)

Zweidrahtverbindung zur Datenübertragung mit einer höheren Leistungsfähigkeit als RS232C. Diese Art der Datenübertragung zeichnet sich durch hohe Störsicherheit und einfache Installation aus. Diese Datenübertragung ist nicht genormt.


Subtransient-Reaktanz

Im Augenblick des Kurzschlusseintritts wirksame Reaktanz in einem Wechselstrom- generator einer Netzersatzanlage. Für gängige Generatoren liegt dieser Wert zwischen 15 % und 20 %, für optimierte Systeme bei 12 % und für Spezialmaschinen bei 6%.


Surge Protection

Englische Bezeichnung für Überspannungsschutz.


Switching Power Supply

Englische Bezeichnung für getaktete Netzgeräte. Diese arbeiten mit schnellschaltenden Transistoren im Gleichrichter. Sie werden üblicherweise in elektronischen Geräten eingesetzt, weil sie eine kleine Bauform haben. Diese Netzgeräte ziehen pulsförmigen Strom aus dem Versorgungsnetz.


Synchronisierbereich

Toleranz mit der die Wechselrichterfrequenz der Netzfrequenz angepasst (synchronisiert) werden kann. Bei einigen USV Anlagen kann dies eingestellt werden. Schwankt die Toleranz eines Versorgungsnetzes, z.B. wenn ein Generator die Energie versorgt, dann kann sich die USV Anlage nicht synchronisieren und läuft auf Eigentaktung weiter. In einem solchen Fall ist der automatische (statische) Bypass nicht aktiv.


THDI

Gesamt-Strom-Klirrfaktor (THDI = Total Harmonic Distorsion, I für Strom). Verhältnis (in %) zwischen dem Effektivwert der Strom-Oberschwingungen und dem Effektivwert der zugehörigen Grundschwingung.


THDU

Gesamt-Spannungs-Klirrfaktor (THDU = Total Harmonic Distorsion).


Thyristor

Halbleiter-Bauelement der Leistungselektronik für Schaltvorgänge bei Spannungen bis zu 6000 Volt und Strömen von bis zu mehreren 1000 Ampére. Zur Zündung eines Thyristors wird nur ein schwacher Stromimpuls benötigt, für seine erneute Sperrung muss jedoch der gesamte Anodenstrom gelöscht werden. Thyristoren sind verhältnismäßig große, aber kostengünstige und zuverlässige Bauteile.


TN-Netz (TN-S und TN-C)

Das sind Netzformen mit einem einzigen direkt geerdeten Punkt (Betriebserder), wobei die Körper der elektrischen Anlage über Schutzleiter TN-S System (5-Leiter System) bzw. über PEN-Leiter TN-C System (4-Leiter System, Neutralleiter, Rückleiter und Schutzleiter sind eine Leitung) mit diesem Punkt verbunden sind. Bei Auftreten eines Isolationsfehlers muss die Installation sofort abgeschaltet werden. Für den sicheren und zuverlässigen EDV-Betrieb und Betrieb anderer elektronischer Geräte ist die Netzform TN-S die einzig geeignete. Rückströme (Oberwellen) sollen nur auf den Neutralleiter (Rückleiter) zurückfließen und niemals auf der Schutzerde. Auf einem PEN-Leiter (auch verPENte Installation genannt) fließen Rückströme und Oberwellen (siehe auch Oberwellen). Da der Schutzleiter mit allen im Gebäude verlegten leitenden Einrichtungen wie Wasser-, Gas-, Heizungsleitungen, Geländern, Abwasserrohren, Dachrinnen, Dachabdeckungen usw. verbunden sind, fließen die Rückströme auch hier und bilden Magnetfelder. Ausgleichströme fließen auch über Datenschirme und stören damit den Datenverkehr. Bei zu hohen Ausgleichströmen besteht Brandgefahr. Rohrleitungen können dadurch Lochfraß bekommen. Die Netzform TN-S ist die einzige geeignete für einen sicheren zuverlässigen Betrieb.


Toleranz

In Prozent angegebene zulässige Abweichungen vom Nennwert einer Kenngröße.


Total Harmonic Distorsion (THD)

Siehe auch Spannungsklirrfaktor, Gesamtverzerrung durch Oberschwingungen.


Transienten

Kurzzeitig auftretende Überspannungen im Mikrosekundenbereich. Diese kurzen Impulse oder Impulsschwingungen entstehen bei Kurzschlüssen, Schaltvorgängen durch Netzumschaltungen und Blitzeinschlägen. Nach VDE ist die maximal zulässige Spitze 130 Volt in einem 400 Volt Niederspannungsnetz.


Trenntransformator

Siehe auch galvanische Trennung. Ein Trenntransformator oder Isoliertransformator wird immer dann eingesetzt, wenn eine Trennung zwischen zwei Stromkreisen erforderlich wird.


TT-Netz

Netzform mit einem direkt geerdeten Punkt (Betriebserder), wobei die Körper der elektrischen Anlage mit Erdern verbunden sind, die vom Betriebserder getrennt sind. Bei Auftreten eines Isolationsfehlers muss die Installation sofort abgeschaltet werden.


Ueberbrückungszeit

Zeitraum, in dem die USV bei Netzausfall die angeschlossenen Verbraucher mit Nennleistung und der spezifizierten Spannungsqualität versorgen kann. Die Länge dieser auch als Autonomiezeit bezeichneten Zeitspanne hängt von den verwendeten Batterien ab. Standard-Autonomiezeiten sind z.B. 10, 15 oder 30 Minuten. Die Autonomiezeit kann mit weiteren Batterien in Batteriemodulen, –Schränken oder –Gestellen mit gleicher Zwischenkreisspannung verlängert werden. Siehe auch Autonomiezeit.


UL

Underwriters Laboratories (UL) ist eine nichtstaatliche, nichtkommerzielle Organisation in den USA, die technische Zertifizierungen durchführt. In dieser Organisation sind öffentliche Institutionen, Verbraucherschutzverbände, Versicherungen, Berufs- genossenschaften, Exportinstitute, Universitäten usw. vertreten sind. Produkte, die diese Zertifizierung erhalten haben, dürfen das UL-Zeichen führen.


Umkehrstromrichter

Technik, die zur Einsparung von Gleich- und Wechselrichterkomponenten dient. Der Umkehrstromrichter arbeitet als Gleich- und Wechselrichter in ein und derselben Einheit. Der Wirkungsgrad ist sehr hoch. Fehlende Energie bei der Spannungs- ausregelung am Ausgang der USV Anlage wird der Batterie entnommen. Damit werden die Batterien werden bei dieser Technik stärker belastet und altern entsprechend schneller als bei USV Anlagen anderer Technik.


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