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„Öffentliche Flughafen-Computer: Sensible Firmendaten geistern in VIP-Lounges herum“

Für Sie gelesen: Zeitschrift Creditreform Ausgabe 11/2005

Alarmierende Entdeckungen haben Experten des IT-Sicherheitsunternehmens Scanit an verschiedenen internationalen Flughäfen in VIP-Lounges mit Computer- und Internetzugang gemacht. Auf öffentlich zugänglichen PCs würde es von brisanten Dokumenten, Emails und anderen sensiblen Firmendaten geradezu wimmeln.

Emails sowie im Anhang befindliche firmeninterne Dokumente würden in Posteingängen der an den Computern vorinstallierten Programme vergessen oder mitunter sogar am Desktop landen, wo sie von jeder beliebigen Person eingesehen werden könnten. Ein klassischer Fehler sei auch das bloße Löschen eines Dokuments, da es von nachfolgenden Benutzern im Normalfall problemlos aus dem Computer-Papierkorb wiederhergestellt werden könne.

Es könne nicht sein, dass Unternehmen Millionenbeträge in ihre IT-Security-Abteilungen investierten, um durch die Sorglosigkeit ihrer Top-Vertreter und CEOs beim Gebrauch öffentlicher Computerpanels erst recht in Gefahr zu geraten, so Scanit CEO David Michaux. Die VIP-Lounges internationaler Flughäfen stellen dabei offenbar bei weitem nicht die einzige Risikozone dar: „Öffentliche Computer mit Internetzugang finden sich auch in Topklassehotels und Internetcafes. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass auf diesen PCs dasselbe riskante Benutzerverhalten zu beobachten ist wie auf den Flughäfen-Lounges.”

Unternehmensführungen müssten sich der potenziellen Bedrohung besser bewusst werden, so Michaux, der davon ausgeht, dass der sorglose Umgang mit sensiblen firmeninternen Daten ansonsten noch manchem Unternehmen ein böses Erwachen bescheren werde.